Berichte der Fachsparte Eiskunstlauf

Arge Alp 2011 in Meran

 

         Bayerns  Eiskunstlaufnachwuchs gewinnt ARGE ALP Pokal in Meran

  
 

Der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer gehören 10 Länder, Provinzen, Regionen und Kantone der Staaten Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz an. Die Mitgliedsländer sind Bayern aus Deutschland; Salzburg, Tirol und Vorarlberg aus Österreich; Lombardei, Trentino und Südtirol aus Italien; St. Gallen, Tessin und Graubünden aus der Schweiz.

Die Arge Alp hat das Ziel, durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit gemeinsame Probleme und Anliegen der Mitgliedsländer, insbesondere auf ökologischem, kulturellem, sozialem und ökonomischem Gebiet, im Rahmen ihrer Befugnisse zu behandeln, das Bewusstsein der gemeinsamen Verantwortung für den alpinen Lebensraum zu vertiefen, die Kontakte zwischen den Völkern, Bürgerinnen und Bürgern zu fördern, die Stellung der Länder, Regionen, Provinzen und Kantone zu stärken sowie gemeinsam mit anderen Institutionen einen Beitrag zur europäischen Integration zu leisten.

Sportliche Wettkämpfe werden in sieben alpenspezifischen Sportarten ausgetragen. Eine zwar dezentrale aber doch einheitliche Organisation der Wettkämpfe ist der wichtigste Eckpfeiler des Projekts.

 

Eiskunstlauf ist eine der wenigen Sportarten, die in allen 10 Mitgliedsländern betrieben wird.

In diesem Jahr war Südtirol (Meran) am Wochenende  25./26. 3.2011 Veranstalter der Eiskunstlaufwettbewerbe in 4 Jugendklassen (U12, U13, U14 und U15) sowie der Juniorenklasse (U19). Insgesamt waren 190 Sportler/innen aus allen 10 Mitgliedsländern am Start.

Nachdem die bayerischen Eiskunstläufer in dieser Saison bereits gezeigt haben, dass sie bundesweit zu den Besten gehören, konnten sie sich nun in Meran international beweisen, was ihnen eindrucksvoll gelang. 

Die sehr gut organisierte Veranstaltung begann am Freitagabend mit Blasmusik, Fahneneinmarsch und feierlicher Auslosung der Startreihenfolge im Kurhaus Merans. Hier konnte man bereits in den Gesichtern der Läufer/innen die Vorfreude auf den Wettkampf ablesen, und es wurden auch schon erste Freundschaften geschlossen.

 

Am Samstag um 8 Uhr in der Früh ging es los mit den Jüngsten. Alissa Scheidt vom EC Regensburg setzte gleich ein Zeichen und gewann mit blitzsauberem Doppelaxel und elegantem Vortrag. Nadine Seidl (Münchener EV) lief fehlerfrei und erkämpfte sich den 5. Platz bei 27 Teilnehmerinnen. Da wollten unsere Buben nicht nachstehen: Der Lohn waren Platz 2 für Danil Savitski (WSV Aschaffenburg), Platz 3 für Maximilian Schönau (EV Augsburg) und knapp dahinter Yannick Booth (Münchener EV). Sie mussten sich nur dem überzeugenden Nik Folini aus der Lombardei geschlagen geben. Früh zeichnete sich ab, dass sich - wie auch in vergangenen Jahren - ein spannender Zweikampf um den Sieg zwischen der Lombardei und Bayern entwickeln wird. In der Jugendklasse II  waren es Annabelle Prölß (EC Oberstdorf) und Severin Reich (ERSC Ottobrunn), die mit guter Sprungqualität, aber vor allem mit Temperament und Ausdruck, den Sieg davon trugen. Jetzt wurde der Mannschaftsgeist immer sichtbarer. Laute Anfeuerungsrufe und begeistertes Klatschen für die Mannschaftskollegen trieben einige Bayern sogar zu Saisonbestleistungen und weiteren Plätzen auf dem Siegerpodest. In Jugend III ersprangen sich Lotte Taubert (EC Oberstdorf) Platz 2 und Miriam Radu (EV Berchtesgaden) Platz 4 (bei 30 Teilnehmern), auch Sören Koenen (EC Nürnberg) belegte Platz 4. Trotzdem war der Vorsprung der Bayern nur knapp, und so hieß es weiter anfeuern und Daumen drücken für den Sonntag. Es nützte! Kavita Lorenz und Monika Peterka (beide EC Oberstdorf) zeigten sich in der Früh äußerst wach und gefielen mit ihren erfrischenden Vorträgen den Zuschauern und Preisrichtern. Platz 2 und 3 ging somit an Bayern. Bei den Junioren Damen überraschte Linda-Sophia Prölß (EC Oberstdorf) positiv mit wie immer schönem Laufen, aber diesmal gelangen Dreifach-Salchow und Dreifach-Rittberger, ebenso überzeugte Anneli Kawelke (ERC München) mit Dreifachsprüngen und Platz 4 (unter 25 Teilnehmern). Die Entscheidung für den Pokalgewinn der Bayerischen Mannschaft hing nun an den Junioren Herren. Joti Poloziakis (EC Oberstdorf) und Marco Asam (Münchener EV) gelangen ausgezeichnete Programme und wurden von den Juroren auf Platz 2 und 3 gesetzt. Damit waren die nötigen Punkte eingefahren und die  bayerische Mannschaft konnte stolz den wunderschönen ARGE  ALP Pokal in Empfang nehmen. Der Lohn für eine Mannschaft, die auf dem Eis konzentriert  und willensstark, außerhalb geschlossen und fröhlich auftrat.

 

 

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH !

 

  
 

Länderwertung  ARGE ALP MERAN  2011

1

Bayern

200

  

2

Lombardia

178

  

3

Südtirol

144

  

4

Trentino

132

  

5

St. Gallen

87

  

6

Ticino

81

  

7

Graubünden

41

  

8

Tirol

29

  

9

Salzburg

27

  

10

Vorarlberg

23

  

 

 

 

  

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

30 Jahre Alpenpokal im Eiskunstlaufen

 

 

         
Aber am Ende war es die geschlossene gute Mannschaftsleistung der Bayern, die sie den Wettbewerb um den Alpenpokal 2010 erneut gewinnen ließ.
Wahrscheinlich ist es die Schönheit des glitzernden Swarovski Pokals, die die bayerische Mannschaft jedes Jahr stark genug motiviert, ihn nicht an eine andere Mannschaft abgeben zu müssen. Denn seit dem Jahr 2005, in dem die Familie Swarovski einen herrlichen Kristallpokal als Alpenpokal gespendet hat, haben ihn die Bayern jedes Jahr nach Hause getragen.
Seit nunmehr 30 Jahren treffen sich die vier Gründungsmitglieder des Alpenpokals im Eiskunstlaufen, die Alpenländer - Bayern- Ostschweiz -Tirol und Südtirol im Oktober zum  Mannschaftswettbewerb.  Jedes Jahr ist ein anderer Verband Ausrichter und Gastgeber. Heuer fand der Alpenpokal in Innsbruck/Tirol statt.
 
Im nächsten Jahr werden die Bayern den Alpenpokal in der Ostschweiz verteidigen und natürlich hoffen wir, dass sie dabei wieder ebenso erfolgreich sind.
Wie jedes Jahr ist der Alpenpokal die erste internationale Begegnung der Bayerischen Eiskunstläufer und dient als frühe Standortbestimmung der eigenen technischen Leistung, sowie einer ersten Einschätzung, wie gut die neu einstudierten Programme künstlerisch bei den Preisrichtern ankommen. Die bayerischen Teilnehmer mussten sich teils engen Kämpfen mit den Konkurrenten aus Südtirol und der Ostschweiz stellen. Besonders die  Südtirolerinnen präsentierten wunderschöne Programme und hatten in der Einzelwertung mehrmals die Nase vorn.